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Pausen

Primäre und sekundäre Sinnesqualitäten, die von der kulturspezifischen europäischen Abstraktionsbasis noch zugelassen werden, treten in der faktischen Wahrnehmung ganz zurück hinter Qualitäten anderer Art, die Brücken leiblicher Kommunikation sind, von der Wissenschaft aber bis heute übersehen werden, weil sie von der Abstraktionsbasis, auf der die Begriffsbildung beruht, verdrängt sind. Es handelt sich in meiner Terminologie um Gestaltverläufe und synsästetische Charaktere. Gestaltverläufe sind Bewegungssuggestionen von Gestalten. Darunter auch von solchen, die selbst Bewegungen sind. Manche Gebärden sind winzige Bewegungen mit wuchtigem, weit auslandenem vielsagendem Gestaltverlauf, der der Gebärde ihren Sinn oder ihre Zudringlichkeit gibt. Denken Sie daran, dass man auf einen nahen Menschen mit dem Finger zeigt. Gestaltverläufe kommen als optische, akustische und taktile vor und können fast unverändert von einem Medium in das andere und in den gespürten eigenen Leib übergehen. Wie zum Beispiel der Rhythmus, das heisst der Gestaltverlauf einer eventuell von Pausen durchsetzten Sukzession. Deswegen schreibt man ja Gedichte, die unter die Haut gehen sollen, eher in rhythmischen Versen als in Prosa.

Hermann Schmitz

Liebe Besucherin, lieber Besucher,
Zurzeit nehme ich in der Praxis für die Sachen selbst keine neuen Aufträge an. Ihre geschätzten Anfragen leite ich gerne an mein Netzwerk weiter.

In der Nähe der Phänomene

Ich bleibe mit Ihnen in der Nähe der Phänomene.

Wir betrachten Ihren Beschrieb Ihrer Situation für sich alleine.

Wir betrachten ihn getrennt von normativen Konsequenzen.

Was zu sehen ist, untersuchen wir unter den Gesichtspunkten Wachstum, Selbstbezug und Vermutung. Ohne zu vernünfteln oder zu psychologisieren.

Persönliche Revolution besteht nicht darin, plötzlich draufzukommen, dass man sich komplett geirrt hat. Der eigene Deutungshorizont verändert sich langsam.

Dieser Umstand wird zur Quelle, kristallisieren sich unlösbare Probleme heraus, um die sich plötzlich das ganze Leben sortiert.

Unsere Sicht auf unser Leben ist kein Kippbild. Wir sind in der Lage den Spuren zu folgen, die unsere Sichtweise beeinflussen.

Sowie wir es vermögen, das, was bei der Lösung eines Problems als Störung auftritt, als Vorboten anzusehen.

Meiner Erfahrung nach ist das, was im Zusammenhang mit der Unlösbarkeit als Störfaktor erscheint, oft die Urform der Lösung.